Die USA, Iran und Pakistan haben sich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, doch Fachleute sagen: Die größten Probleme sind damit noch nicht gelöst.

Was ist passiert? Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA, der Iran und der Vermittlerstaat Pakistan ein sogenanntes Rahmenabkommen angekündigt. Ein Rahmenabkommen ist erst einmal eine Absichtserklärung: Die wichtigsten Punkte stehen grob drin, aber viele Details sind noch offen. Das Papier soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Karim Sadjadpour, ein Experte vom Think Tank Carnegie, sagte im Fernsehsender CNN, dass er das Abkommen nicht als Ende des Krieges sehe. Auch Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security erklärte, das Papier sei noch nicht einmal der Anfang vom Ende. Beide Experten warnen also davor, die Einigung schon als Frieden zu feiern.

Wer hilft? Pakistan hat zwischen den USA und dem Iran vermittelt, also wie ein Übersetzer und Türöffner zwischen zwei zerstrittenen Seiten gewirkt. Solche Vermittlerstaaten sind in der Diplomatie wichtig, weil sie Gespräche in Gang halten, auch wenn es schwierig wird. Außerdem haben internationale Denkfabriken wie Carnegie und das Center for a New American Security die Einordnung der Nachricht übernommen. Sie erklären der Öffentlichkeit, was ein Abkommen wirklich bedeutet und welche Fragen offen bleiben. Dazu gehören das iranische Atomprogramm, also Irans Pläne zum Bau von Atomwaffen oder -kraftwerken, und die Unterstützung von bewaffneten Gruppen in Nachbarländern.