Im Juni sind die Preise in Italien etwas weniger stark gestiegen als erwartet, trotzdem liegen sie weiter deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank.
In Italien hat sich die Inflation im Juni leicht abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat nur um 0,1 Prozent, obwohl Volkswirte mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet hatten. Im Jahresvergleich liegt die Teuerung bei 3,1 Prozent, nach 3,2 Prozent im Mai.
Gemessen wird das Ganze vom Harmonised Index of Consumer Prices, kurz HVPI – das ist der Preisindex, den alle EU-Länder einheitlich nutzen, damit man Werte vergleichen kann. Die Daten kommen vom italienischen Statistikamt Istat und basieren auf einer ersten Schätzung.
Ein wichtiger Grund für die hohe Teuerung sind die Energiepreise. Sie sind laut den Daten zuletzt weiter gestiegen. Eine Rolle spielen demnach auch die Auswirkungen der faktischen Sperrung der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges. Wenn Öl und Gas teurer werden, kostet das an der Tankstelle und beim Heizen.
