Im Juni sind die Preise in Frankreich so langsam gestiegen wie seit Monaten nicht – und liegen jetzt genau dort, wo die Europäische Zentralbank sie haben will.

Stell dir vor, die Preise in einem Land steigen nicht mehr so stark wie vorher. Genau das ist gerade in Frankreich passiert. Im Juni lagen die Preise nur noch 2,0 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr. Im Mai waren es noch 2,8 Prozent – also viel mehr. Damit hat Frankreich genau das Ziel der Europäischen Zentralbank erreicht: zwei Prozent Inflation.

Fachleute hatten mit einem Wert von 2,3 Prozent gerechnet. Dass es jetzt sogar nur 2,0 Prozent sind, hat viele überrascht. Das französische Statistikamt Insee hat die Zahlen am Dienstag in Paris veröffentlicht. Es ist eine erste Schätzung, die später noch leicht angepasst werden kann.

Für dich bedeutet das: Wenn die Inflation sinkt, werden Dinge wie Essen, Benzin oder Kleidung nicht mehr so schnell teurer. Das ist gut für dein Taschengeld und für Familien. Außerdem könnte die EZB dann die Zinsen senken – das macht Kredite für Wohnungen oder Autos günstiger. Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone, deshalb achten andere Länder genau auf diese Zahlen.