Eine Umfrage der Industriellenvereinigung Niederösterreich zeigt, dass die Wirtschaft im Bundesland gerade schwieriger wird und 42 Prozent der Firmen mit weniger Beschäftigten rechnen.

Was ist passiert? Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) und die Wirtschaftskammer haben aktuelle Zahlen veröffentlicht. Das Stimmungsbarometer – also ein Wert, der misst, wie gut oder schlecht die Firmen die Zukunft sehen – ist im zweiten Quartal 2026 von minus 19,8 auf minus 28,8 Punkte gefallen. Klingt technisch, heißt aber: Die Lage wird schlechter eingeschätzt. 13 Prozent der Firmen erwarten weniger Aufträge, 59 Prozent erwarten gleich viele. Bei mehr als 800 Firmen mit über 9.500 Beschäftigten wurde nachgefragt.

Wer hilft? Die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung nehmen die Sorgen der Firmen ernst. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker sagt: „Es gibt keine echte Trendwende, aber zumindest Zeichen für eine Stabilisierung.“ Außerdem fordern die Kammern von der Politik eine Senkung der Lohnnebenkosten (also der Abgaben, die Firmen zusätzlich zum Lohn zahlen) und weniger Bürokratie. WKNÖ-Expertin Claudia Huber sieht zudem positive Zeichen bei Investitionen, vor allem in Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Viele Branchen wie Chemie, Holz oder Elektronik gelten gerade als vergleichsweise stabil.