Ein neuer Bericht der Uno zeigt, dass 150 Millionen Kinder auf der Welt zu wenig zu essen haben – obwohl es insgesamt weniger hungernde Menschen gibt.
Im Report „State of Food Security and Nutrition in the World 2026" (kurz SOFI 2026) geht es um Hunger auf der Welt. Im vergangenen Jahr waren etwa 645 Millionen Menschen davon betroffen. Das klingt nach viel, ist aber besser als 2022: Damals waren es noch 43 Millionen mehr. Auch der Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung ist gesunken – von 8,6 Prozent im Jahr 2022 auf 7,8 Prozent im vergangenen Jahr. Das ist eine langsame, aber stetige Verbesserung.
Besonders kritisch bleibt die Lage bei kleinen Kindern. Rund 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind chronisch mangelernährt, also dauerhaft zu schlecht ernährt. Sie wachsen langsamer und sind öfter krank. Nur 30,8 Prozent der Kinder zwischen sechs und 23 Monaten bekommen genug unterschiedliche Lebensmittel. Das bedeutet, fast sieben von zehn Kleinkindern essen zu einseitig.
Hilfe kommt von vielen Seiten. Fünf Organisationen der Vereinten Nationen, darunter das Kinderhilfswerk Unicef, haben den Bericht gemeinsam veröffentlicht. Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell sagt: „Jedes Kind verdient die Chance, zu wachsen und sein volles Potenzial zu entfalten, und das beginnt mit dem Zugang zu nahrhaften, erschwinglichen Lebensmitteln". Auch in Asien und Afrika gibt es Fortschritte: In Afrika sinken die Zahlen, in Asien ist man sogar auf Kurs, das Uno-Ziel für 2030 zu schaffen.
