Die IBM-Aktie ist am Dienstag um 25 Prozent abgestürzt, nachdem das Unternehmen schwache Quartalszahlen veröffentlicht hatte.
Stell dir vor, dein Lieblings-Onlinestore senkt plötzlich den Preis für ein Produkt, das alle haben wollen – und alle kaufen es auf einmal. Genau so ähnlich ist es gerade bei großen Firmen passiert: Viele Kunden von IBM haben im Juni ihr Geld nicht in Software gesteckt, sondern in Server und Speicher – also in die Hardware, die in Rechenzentren steht. IBM hat damit weniger verdient als erwartet, und die Nachricht hat Anlegerinnen und Anleger verschreckt: Die IBM-Aktie verlor an einem Tag rund 25 Prozent ihres Werts, also ungefähr ein Viertel.
Das lag vor allem an drei Dingen: Erstens ist das Infrastrukturgeschäft, also der Verkauf von Servern und Speicherlösungen, um 7 Prozent eingebrochen – stärker als Analysten gedacht hatten. Zweitens stagnierte das Beratungsgeschäft, in dem IBM Firmen bei IT-Projekten hilft. Drittens lief das Mainframe-Geschäft schwach; Mainframes sind besonders leistungsstarke Großrechner, die Banken und Behörden nutzen. Stark zeigten sich dagegen Red Hat (ein Softwareunternehmen, das IBM gehört) mit 11 Prozent Wachstum sowie die Firmen HashiCorp und Confluent.
