Der Chip-Riese Intel baut seine Fabrik im irischen Leixlip für fünf Milliarden Euro aus, um mehr moderne Prozessoren herstellen zu können.

Intel ist einer der ältesten und größten Chip-Hersteller der Welt. Der Konzern hat jetzt angekündigt, rund fünf Milliarden Euro in seine Fabrik im irischen Leixlip zu stecken. Dort entstehen Mikrochips, also winzige Schaltkreise, die in Computern, Servern und vielen anderen Geräten stecken. Mit dem Geld werden neue Maschinen gekauft und ein automatisiertes Transport-System ausgebaut, das die verschiedenen Teile der Fabrik miteinander verbindet. Der Ausbau hat Anfang 2026 begonnen und soll 2027 fertig sein.

Im Mittelpunkt steht ein Fertigungsverfahren namens „Intel 3". Das ist eine sehr moderne Technik, mit der besonders leistungsfähige und energiesparende Chips produziert werden. Solche Chips werden vor allem in Rechenzentren gebraucht, also in den riesigen Server-Hallen, die das Rückgrat des Internects und vieler KI-Dienste bilden. Auch der neue Xeon-6-Prozessor von Intel, ein Prozessor für Server, wird mit Intel 3 hergestellt.

Die Investition passt zu einer Strategie der USA und Europas: Beide wollen unabhängiger von Chip-Produktion aus Asien werden. Erst im vergangenen Jahr hatte Intel allerdings den Bau einer riesigen neuen Fabrik in Magdeburg für 30 Milliarden Euro abgesagt, um Geld zu sparen. Statt einer neuen Fabrik wird nun die bestehende Anlage in Irland aufgerüstet.