Uli Hoeneß, eine der bekanntesten Stimmen im deutschen Fußball, will nicht zur Fußball-WM in die USA reisen – und macht seinem Ärger über teure Tickets und den ganzen Rummel öffentlich Luft.

Was ist passiert? Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird.“ Ihm stößt vor allem auf, dass ein Ticket für das Finale um die 2000 Dollar kosten soll. Das sei einfach zu viel. Er findet: Fußball soll für Fans bezahlbar bleiben, nicht nur für Leute mit dickem Geldbeutel. Deshalb sagt er: Wenn ich hinfahre und mir Tickets kaufe, unterstütze ich diesen Wahnsinn auch noch. Lieber nicht.

Wer hilft da gerade? Auch andere melden sich zu Wort. Trainer und Ex-Profis aus verschiedenen Ländern finden, dass bei der WM einiges schiefläuft. In den Stadien wird bei den Trinkpausen gepfiffen, weil viele Fans das unterbrechende Ritual nervt. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe fordert, dass die FIFA bei richtig harten Fouls härter durchgreift. Und in den sozialen Medien diskutieren Fans weltweit über Preise, neue Regeln und das XXL-Format mit 48 Mannschaften. Es ist also nicht nur einer, der meckert – es wird gerade eine größere Debatte geführt.