Raupe aus Deutschland sorgt in Dänemark für Ärger – und auch Schweden und Norwegen machen sich Sorgen.
Du hast bestimmt schon mal von Brennnesseln gehört, oder? Die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist so etwas wie die Brennnessel unter den Insekten. Das Tier ist nur etwa drei Zentimeter lang, aber es bildet Zehntausende winziger Brennhaare aus. Wenn du die einatmest oder an die Haut bekommst, juckt es stark, es können Hautausschläge auftreten, und ganz selten bekommt man schlechter Luft. In Dänemark haben die Leute der Raupe deshalb den Spitznamen „Höllenraupe“ gegeben.
Eigentlich kommt der Falter aus Südosteuropa und war in Deutschland vor wenigen Jahrzehnten noch sehr selten. Inzwischen vermehrt er sich hier stark – unter anderem, weil es wärmer wird. Anfang Juli wurden die ersten Raupen in Kopenhagen gesichtet, und die Stadt Odense auf der Insel Fünen hat gerade richtig Ärger mit den Tieren. Fachleute sagen, dass eine Lieferung von Eichen aus Deutschland den Befall in Odense ausgelöst hat, weil auf den Pflanzen Eier des Falters klebten.
