Im Spreewald ist nach einer Sperrung wegen Raupen wieder eine erste Paddel- und Kahnstrecke befahrbar.

Im Unterspreewald waren mehrere Wasserwege seit Freitag dicht, weil sich der Eichenprozessionsspinner ungewöhnlich stark ausgebreitet hat. Die kleinen Brennhaare der Raupen können bei Menschen heftige Reaktionen auslösen, zum Beispiel juckende Haut, Augenprobleme oder Atembeschwerden. Deshalb mussten auch Bäume und Äste entlang der Strecke erst kontrolliert werden, bevor wieder Boote fahren durften.

Jetzt hat das Landesamt für Bauen und Verkehr den Puhlstrom zwischen der Spree und dem Krausnicker Strom freigegeben. Im Gebiet um Schlepzig kannst du damit wieder eine erste Rundtour mit Kanu oder Kahn machen. Das Verkehrsministerium in Potsdam hat die Öffnung angekündigt. Der Forstbetrieb prüft gerade weitere Abschnitte und will sie Stück für Stück ebenfalls freigeben, wenn die Uferbereiche sicher sind.

Umweltministerin Hanka Mittelstädt sagte, die starke Ausbreitung in diesem Jahr sei so nicht vorherzusehen gewesen. Wer im Spreewald unterwegs ist, sollte Absperrungen und Hinweisschilder ernst nehmen, weil noch Äste herabfallen können. Wenn du eine Tour planst, lohnt sich vorab ein Blick auf die aktuellen Hinweise der Verleiher und der Behörden.