Zum fünften Jahrestag der großen Flut im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen haben Forscher Hauseigentümer in Deutschland gefragt, ob sie eine Pflichtversicherung gegen Hochwasser wollen.
Was ist passiert? Im Juli 2021 hat eine schreckliche Flut vor allem im Ahrtal in Rheinland-Pfalz und in Teilen von Nordrhein-Westfalen gewütet. Mindestens 185 Menschen sind dabei gestorben, viele Häuser wurden zerstört. Der Schaden lag bei etwa 30 bis 40 Milliarden Euro. Das Vergleichsportal Verivox hat nun 1.054 Hauseigentümer in ganz Deutschland gefragt: Sollte man sich verpflichtend gegen Hochwasser versichern müssen? 81 von 100 Befragten haben mit Ja geantwortet. Das Thema ist gerade wieder aktuell, weil die neue Bundesregierung prüft, ob sie eine solche Pflicht einführt.
Wer hilft? Die Politik arbeitet daran, dass Menschen in Zukunft besser abgesichert sind. Im Vertrag der neuen Regierung aus Union (CDU/CSU) und SPD steht, dass eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen kommen soll. Versicherungen bieten heute schon Policen gegen Hochwasser an – man nennt sie Elementarversicherung. In manchen sehr gefährdeten Gebieten machen das allerdings einige Versicherer nicht mehr, weil das Risiko zu groß ist. Expertinnen und Experten wie Aljoscha Ziller von Verivox sagen, dass das Thema Klimawandel mehr Aufmerksamkeit braucht. Der Klimawandel ist in der öffentlichen Diskussion in den Hintergrund gerückt, so Ziller.
