Der Dachverband der Sozialversicherungsträger hat einen neuen Bericht über Medikamente in Österreich veröffentlicht, der zeigt: Die Ausgaben steigen, es gibt mehr Apotheken und neue Therapien sind schneller verfügbar.

Was ist passiert? Am Mittwoch wurde zum ersten Mal der Heilmittelreport 2026 vorgestellt. Er zeigt, wie sich Medikamente und Apotheken in Österreich in den letzten Jahren entwickelt haben. Ein wichtiges Ergebnis: Im Jahr 2025 hat die Sozialversicherung 4,9 Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben. Das ist viel mehr als früher, nämlich 88 Prozent mehr als 2013. Pro Person waren es im Schnitt rund 800 Euro. Gleichzeitig wurden aber weniger Rezepte ausgestellt als noch vor zehn Jahren, weil immer mehr günstige Medikamente unter die Rezeptgebühr von 7,55 Euro fallen.

Es gibt auch gute Nachrichten: Mit 2.251 Apotheken gibt es in Österreich so viele wie noch nie. Das sind 86 Prozent mehr als 2013. Außerdem sind neue Medikamente hierzulande besonders schnell verfügbar. Zwischen der offiziellen Zulassung und dem Verkauf in Österreich vergehen im Schnitt nur 309 Tage, in der EU sind es fast doppelt so viele.