Die Hausärztinnen und Hausärzte in Österreich sagen: Mehr kleine Praxen und Netzwerke wären genauso wichtig wie große Versorgungszentren.
In Österreich wird gerade über die Zukunft der medizinischen Grundversorgung diskutiert. Die Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) findet es gut, dass die Politik die hausärztliche Versorgung stärken will. Aber sie sagt: Es werden fast nur große Zentren gebaut, sogenannte Primärversorgungseinheiten (PVE). Andere Modelle wie Einzelpraxen, Gruppenpraxen oder Primärversorgungsnetzwerke (PVN) wurden bisher kaum ausgebaut.
Ein Problem dabei ist, dass auf dem Land viele Menschen längere Wege haben. Wenn nur große Zentren gefördert werden, fehlt vor Ort oft eine wohnortnahe Hausarztpraxis. ÖGAM-Präsident Peter Kowatsch sagt dazu: „Ein alleiniger Fokus auf Zentren bedeutet in der Praxis eine klare Benachteiligung der ländlichen Bevölkerung."
