Ein früherer Angestellter des Gefängnisses Tegel soll einem Häftling heimlich Dutzende Handys zugesteckt und dafür teure Gutscheine kassiert haben.

Stell dir vor, du arbeitest in einem Gefängnis und sollst dafür sorgen, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht. Genau das war der Job eines 38-jährigen Mannes in Berlin-Tegel. Doch jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn: Er soll zwischen Sommer 2023 und Frühjahr 2024 mindestens 30 Handys an einen 41-jährigen Insassen weitergegeben haben. Handys sind im Gefängnis streng verboten, weil Häftlinge damit unerlaubt kommunizieren oder weitere Straftaten planen könnten.

Der Deal war laut Anklage simpel: Der Mitarbeiter lieferte die Telefone im Wert von rund 5.300 Euro, und als Belohnung bekam er Gutscheine im Wert von 12.400 Euro. Beide Männer sagen, das stimme nicht. Jetzt muss ein Gericht entscheiden, ob es zu einem Prozess kommt. Wichtig ist: Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung – das heißt, sie werden wie unschuldige Menschen behandelt.