Hacker haben vor Jahren das österreichische Außenministerium angegriffen – jetzt wurde klar, wer dahinterstecken soll.
Was ist passiert? Vor etwa sechs Jahren, um den Jahreswechsel 2019/2020 herum, ist das österreichische Außenministerium Ziel eines großen Hackerangriffs geworden. Dabei wurden interne Daten gestohlen, die einen Bezug zu Russland hatten. Die österreichischen Behörden brauchten mehrere Wochen, um den Angriff unter Kontrolle zu bringen. Jetzt haben alle 27 EU-Länder offiziell gesagt: Die Hackergruppe „Turla“ steckt dahinter. Diese Gruppe soll von einem Teil des russischen Geheimdienstes FSB gesteuert werden. Wegen dieser klaren Zuordnung wurde der russische Botschafter nach Wien vorgeladen – das ist ein deutliches diplomatisches Signal.
Wer hilft? Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat klare Worte gefunden: Cyberangriffe auf Österreich seien inakzeptabel, und man wolle die Verantwortlichen offen benennen, statt sich hinter vagen Formulierungen zu verstecken. Auch Staatssekretär Jörg Leichtfried hat den Angriff scharf verurteilt. Er will, dass Gesetzeslücken geschlossen werden, damit Österreich und internationale Organisationen in Zukunft besser geschützt sind. Alle EU-Staaten stehen hinter dieser Bewertung – das gibt der Kritik an Russland zusätzliches Gewicht.
