Die Grünen finden das Budget der Regierung für 2027 und 2028 ungerecht und fordern eine Steuer auf sehr reiche Erben.

Die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat ein Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 vorgestellt. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hält am Mittwoch seine Budgetrede im Parlament. Die Grünen kritisieren die Pläne scharf. Parteichefin Leonore Gewessler sagt, das Budget mache Österreich "ungerechter". Wer arbeitet und eine Familie hat, soll laut den Grünen mehr bezahlen, während sehr reiche Menschen und Erben kaum etwas beitragen müssen.

Der grüne Budgetsprecher Jakob Schwarz erklärt, dass vor allem Arbeitnehmerinnen, Familien, Frauen und Pensionistinnen die Hauptlast tragen sollen. Frauen, die neben Kindern arbeiten, könnten laut Gewessler bis zu 700 Euro im Jahr mehr zahlen. Schwarz nennt außerdem höhere Steuern für E-Firmenwägen, für Homeoffice-Jobs und eine neue Paketabgabe. Die Grünen werfen der Regierung außerdem vor, dass keine Maßnahmen für den Ausstieg aus Öl und Gas geplant sind, obwohl es eine globale Energiekrise gibt.