Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert ein neues österreichisches Gesetz gegen Greenwashing und droht mit einer Beschwerde in Brüssel.

Eine Umweltorganisation namens Greenpeace findet ein neues österreichisches Gesetz nicht gut. Das Gesetz soll eigentlich verhindern, dass Firmen ihre Produkte mit falschen Umweltversprechen bewerben – zum Beispiel "glutenfreies Wasser". Greenpeace sagt aber: Das Gesetz ist viel zu schwach und passt nicht zu den Regeln der EU.

Wenn das Parlament das Gesetz trotzdem so beschließt, will Greenpeace direkt bei der EU-Kommission in Brüssel eine Beschwerde einlegen. Eine EU-Kommission ist eine Art Kontrollstelle, die prüft, ob Länder die gemeinsamen Regeln der EU einhalten.

Greenpeace hat sich das Gesetz von einem Experten aus Linz angeschaut. Das Ergebnis: Teile des Gesetzes würden drei Jahre lang gar nicht funktionieren, weil sie gegen EU-Recht verstoßen. Deshalb bringt das Gesetz aus Sicht der NGO gerade jetzt, wo viele Firmen mit Öko-Versprechen werben, fast nichts.