Drei große Grazer Universitäten tun sich zusammen, um Start-ups aus der Wissenschaft besser zu unterstützen.

In Graz haben die Medizinische Universität Graz, die TU Graz und die Universität Graz etwas Neues gegründet: den Innovation Hub Graz, kurz iHub. Das ist eine Art gemeinsame Anlaufstelle für junge Firmen, die aus Forschung und Studium entstehen. Solche Firmen nennt man Spin-offs. Sie haben oft tolle Ideen, aber es fehlt Geld, um richtig durchzustarten.

Genau da soll der iHub helfen. Wenn eine Gründerin oder ein Gründer mit einem Projekt aufgenommen wird, bekommt das Start-up für 12 bis 18 Monate weiteres Geld aus Fördertöpfen und von Partnerfirmen. So kann das Team wachsen, Produkte verbessern und Investoren überzeugen. Steigen später Risikokapitalgeber ein, zieht sich die Uni-Schwester langsam zurück und schaut nur noch passiv zu.

Drei Unis, ein Ziel: Jede Universität stellt ein Drittel der Mittel. Pro Jahr sollen rund zehn Spin-offs gleichzeitig betreut werden. Für die nächsten sieben Jahre sind insgesamt rund sechs Millionen Euro eingeplant. An den Unis gibt es eigene Scouts, die frühzeitig spannende Projekte entdecken. Bekannte Beispiele für gelungene Grazer Spin-offs sind Innophore, BRAVE Analytics, Leftshift One, Easelink und TACEO.