Eine Rechtsprofessorin erzählt, wie ihre Wahl zur Verfassungsrichterin an politischen Streits und Angriffen im Internet scheiterte – und warum das alle angeht.
Was ist passiert? Frauke Brosius-Gersdorf sollte Richterin am Bundesverfassungsgericht werden, dem höchsten Gericht in Deutschland. Die SPD hatte sie vorgeschlagen. Doch innerhalb der Regierungskoalition gab es Streit, vor allem aus der CDU/CSU. Dazu kamen viele negative Beiträge über sie in sozialen Netzwerken, die sich vor allem gegen ihre Position zum Thema Abtreibung richteten. Im August 2025 nahm sie ihre Bewerbung zurück, die Wahl wurde abgesagt.
Wer hilft jetzt? Die Professorin spricht selbst darüber, was schiefgelaufen ist, und macht Mut, daraus zu lernen. Sie sagt: „Man muss daraus lernen. Es ist wichtig, wenn alle Beteiligten sich vor der nächsten Richterwahl noch mal sehr bewusst machen, was genau schiefgelaufen ist." Medien, Politikerinnen und Politiker und Wählerinnen und Wähler sind jetzt gefragt, genauer hinzuschauen, wenn im Internet Stimmung gegen jemanden gemacht wird.
