Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen haben sich getroffen, um darüber zu sprechen, wie freie Forschung in Deutschland geschützt werden kann.

In Potsdam haben die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle gemeinsam mit anderen über die Wissenschaftsfreiheit gesprochen. Sie machen sich Sorgen: Forscherinnen und Forscher werden demnach angefeindet, eingeschüchtert oder politisch unter Druck gesetzt. Auch in den USA gibt es Streit zwischen der Regierung von Präsident Donald Trump und großen Universitäten, denen unter anderem eine zu linke Ausrichtung vorgeworfen wird. Allen soll klar werden: Forschung braucht Platz für unbequeme Fragen und darf nicht von einer einzigen politischen Richtung bestimmt werden.

Auf der Veranstaltung haben Betroffene selbst gesprochen. Die Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf hat erzählt, dass sie Angriffe und Drohungen am eigenen Leib erfahren hat. Trotzdem sagt sie: „Wir lassen uns nicht einschüchtern, wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen und schon gar nicht politisch lenken.“ Forscherinnen und Forscher sollen nicht allein gelassen werden: Sie brauchen Hilfe von Kolleginnen und Kollegen, Beratungsstellen und sichere Rahmenbedingungen an den Hochschulen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in einem Positionspapier aufgelistet, wie Anfeindungen einzelner Personen, ganzer Institute und der Wissenschaft als Ganzes zunehmen.