Das Landgericht Verden hat die 67-jährige Daniela Klette am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt.

Was ist passiert? Daniela Klette war früher Mitglied der linksextremen Terrorgruppe RAF. Nach dem Ende der Gruppe tauchte sie unter und lebte über 30 Jahre im Verborgenen. Um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren, soll sie zusammen mit zwei weiteren flüchtigen RAF-Mitgliedern zwischen 1999 und 2016 mehrere bewaffnete Überfälle auf Supermärkte und Geldtransporter begangen haben. Dabei erbeuteten die Täter mehr als zwei Millionen Euro. Ende 2024 wurde Klette in Berlin festgenommen. Jetzt wurde sie unter anderem wegen schweren Raubes und Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt.

Wer hilft, für Gerechtigkeit zu sorgen? Das Gericht in Verden hat die Beweise geprüft und ein Urteil gesprochen. Es folgte nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes wollte. Stattdessen blieb es bei einer Verurteilung wegen Raubes. Das zeigt, dass Gerichte genau hinschauen und jeden Fall einzeln bewerten. Die Polizei fahndet weiterhin nach den beiden flüchtigen Komplizen, damit auch sie sich vor Gericht verantworten müssen.