Ein US-Gericht hat eine sehr hohe Gebühr für ein wichtiges Arbeitsvisum gekippt, die die Tech-Branche aufgeschreckt hatte.
Stell dir vor, du arbeitest in den USA als Programmiererin oder Ingenieur – dann brauchst du oft ein spezielles Visum, das H-1B-Visum. Damit können US-Firmen hoch qualifizierte Leute aus dem Ausland für mehrere Jahre einstellen. Die Regierung von Donald Trump hatte im Herbst eine Zusatzgebühr von 100.000 Dollar pro Antrag eingeführt. Vorher waren es nur einige hundert bis ein paar tausend Dollar.
Diese Gebühr hat vor allem die Tech-Branche hart getroffen, weil sie auf ausländische Fachkräfte angewiesen ist. Rund drei Viertel aller H-1B-Visa gehen an Leute aus Indien, darunter viele Informatiker, Ingenieure und Wissenschaftler. Unternehmen wurden laut Berichten nur 36 Stunden vorher informiert – das war für die Firmen kaum planbar.
Jetzt hat ein Gericht im Bundesstaat Massachusetts die Gebühr wieder gestoppt. Die Richter fanden, dass die Regierung damit in einen Bereich eingegriffen hat, der eigentlich dem US-Kongress gehört. Die Klage hatten 20 von Demokraten regierte Bundesstaaten eingereicht.
