Aymen Hussein, einer der wichtigsten Spieler der irakischen Mannschaft, wurde bei der Einreise in die USA sieben Stunden lang von Grenzbeamten verhört.
Bei der Ankunft in den USA zur Fußball-WM 2026 haben Grenzschutzbeamte den irakischen Stürmer Aymen Hussein fast sieben Stunden lang befragt. Sein Handy wurde dabei durchsucht. Am Ende durfte er ins Land. Hussein hatte zuvor das entscheidende Tor im Playoff gegen Bolivien geschossen und seinem Land damit die erste WM-Teilnahme seit 1986 gesichert. Das macht ihn für die Mannschaft besonders wichtig. Sein Mannschaftsfotograf Talal Salah wurde allerdings abgewiesen und musste nach mehr als zehn Stunden Wartezeit in den Irak zurückfliegen.
Hinter Husseins Geschichte steckt viel Schweres. Sein Vater wurde laut der Zeitung Guardian im Jahr 2008 von der Terrorgruppe Al-Qaida getötet. Sein Bruder wurde vom sogenannten Islamischen Staat (IS) entführt und gilt bis heute als vermisst. Diese Erfahrungen prägen Husseins Leben und auch seine Motivation als Fußballer. In seiner Heimatregion al-Hawidscha war der Krieg der USA im Irak besonders heftig zu spüren. Deshalb ist seine persönliche Geschichte eng mit der Geschichte seines Landes verknüpft.
