Die iranische Nationalmannschaft ist in Tijuana in Mexiko angekommen – mitten im Streit um Visa für die USA.
Was ist passiert? Die Fußballer des Irans sind am Sonntagmorgen in Mexiko gelandet. Von dort aus wollen sie zu ihren WM-Spielen in die USA reisen. Das Problem: Zwischen den USA und dem Iran gibt es seit Ende Februar einen Krieg. Deshalb hat der Iran sein Quartier von Arizona (USA) ins mexikanische Tijuana verlegt, das direkt an der Grenze zu Kalifornien liegt. Eigentlich wollten die Iraner in Tucson, Arizona, wohnen – aber das ging wegen des Konflikts nicht mehr. Wichtig zu wissen: Die Spieler und Trainer haben ihre Visa bekommen und dürfen in den USA spielen. Ein Visum ist eine offizielle Erlaubnis, in ein Land einzureisen. Ohne dieses Papier darf man nicht über die Grenze.
Wer hilft? Für die Spieler ist alles geregelt: Die US-Regierung hat bestätigt, dass alle notwendigen Visa ausgestellt sind. Doch für rund 15 Funktionäre – also Verbandschefs, Teammanager und Presseleute – gibt es kein Visum. Der Verbandspräsident Mehdi Tadsch gehört auch dazu. Er soll früher bei den Revolutionsgarden gewesen sein, einer Organisation, die die USA als terroristisch einstuft. Deshalb bekommt er kein Visum. Die FIFA, der Weltfußballverband, ist eigentlich dafür zuständig, dass alle Teams fair an einer WM teilnehmen können. Der Iran hat gesagt, dass er den Streit über die FIFA klären will. Die betroffenen Funktionäre dürfen aber wenigstens mit nach Mexiko reisen und dort neue Visa-Anträge stellen. Der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, hofft, dass sie die Papiere noch vor dem ersten Spiel bekommen.
