Ein 47-jähriger Mann wurde in Wien verurteilt, weil er eine Frau begrapscht hat, einen Sonnenschirm angezündet und eine Werbetafel zerstört hat. Die Strafe ist zehn Monate Haft, die er aber nur antreten muss, wenn er erneut auffällt.
Was ist passiert? Ein 47-jähriger Mann aus der Slowakei stand in Wien vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, in einem Fast-Food-Restaurant einer Frau an das Gesäß gegriffen zu haben. Außerdem soll er betrunken einen Sonnenschirm angezündet, eine Werbetafel einer Baufirma zertrümmert und versucht haben, in einen Supermarkt einzubrechen. Vor Gericht hat er die Taten teilweise zugegeben. Ein psychologischer Bericht sagt: Er ist psychisch krank, aber trotzdem schuldfähig.
Wer hilft? Richterin Danja Petschniker hat entschieden, dass der Mann zehn Monate Haft auf Bewährung bekommt – das heißt, er bleibt draußen, solange er sich drei Jahre lang nichts zuschulden kommen lässt. Die Richterin hat ihm sehr klar gesagt: Wenn er noch einmal eine Frau anfasst, muss er die Strafe im Gefängnis verbüßen. Sein Anwalt hat sich dafür eingesetzt, dass das Urteil mild ausfällt, weil der Mann gestanden und Reue gezeigt hat.
