Sieben Bücher, die Nazis einem berühmten französischen Historiker gestohlen haben, sind endlich wieder bei seiner Familie.
Stell dir vor, jemand nimmt dir all deine Lieblingsbücher weg, nur weil er deine Herkunft nicht mag. Genau das ist dem Historiker Marc Bloch passiert. Er war ein super schlauer Professor in Frankreich und hat sich gegen die Nazis gewehrt. Im Jahr 1941 haben deutsche Besatzer seine riesige Bibliothek mit fast 7.000 Büchern in Paris beschlagnahmt. Das war ein fieses Unrecht.
Jetzt, über 80 Jahre später, wurden sieben dieser Bücher in einer feierlichen Zeremonie in der französischen Botschaft in Berlin an seine Familie zurückgegeben. Die Bücher lagen in verschiedenen deutschen Bibliotheken, zum Beispiel in Berlin und Frankfurt. Die Nachfahren von Marc Bloch haben entschieden, dass die Bücher an einen besonderen Ort in Paris kommen: die Bibliothèque Halphen an der Sorbonne-Universität. Dort werden sie gesammelt, damit alle sich an Marc Bloch erinnern können.
Marc Bloch war nicht nur ein genialer Historiker, sondern auch ein mutiger Kämpfer. Weil er Jude war, durfte er während der Besatzungszeit nicht mehr unterrichten. Er schloss sich einer Widerstandsgruppe an, der Résistance. Die Gestapo hat ihn 1944 verhaftet und noch am selben Tag ermordet. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, für Gerechtigkeit einzustehen. Auch wenn noch viele seiner Bücher verschollen sind, ist jede Rückgabe ein kleiner Sieg gegen das Vergessen.
