Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland haben neue Regeln beschlossen, damit Probleme in einzelnen Banken schneller erkannt werden.
Du kennst sie bestimmt aus deiner Stadt: die Volksbank oder die Raiffeisenbank. Zusammen sind das 646 Banken in Deutschland, die zu einer großen Gruppe gehören, dem BVR. Sie haben insgesamt mehr als 30 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Präsidentin dieser Gruppe, Marija Kolak, hat gesagt: Bei einigen wenigen Banken gab es in der Vergangenheit riskante Geschäfte und schlechtes Management. Deshalb wurden jetzt neue Regeln eingeführt, das Programm heißt "Geno Next Level".
Die wichtigsten Änderungen sind: Es gibt neue Frühwarnsysteme, also bessere Alarmanlagen, die Probleme früher bemerken. Außerdem gibt es einen neuen Verhaltenskodex für Vorstände und Aufsichtsräte. Das sind die Leute, die eine Bank leiten und kontrollieren. Sie sollen sich ab jetzt genau an klare Regeln halten. Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg musste zum Beispiel den Sicherungsfonds der Gruppe nutzen und hat sich deshalb von ihrem Chef getrennt.
Wirtschaftlich lief es für die Bankengruppe insgesamt gut: Der Gewinn vor Steuern lag bei 11,6 Milliarden Euro. Das ist mehr als im Vorjahr, aber weniger als im Rekordjahr 2023. Besonders stark gewachsen ist das Versicherungsgeschäft, es legte um 56 Prozent zu. Die neuen Regeln sollen dafür sorgen, dass solche Erfolge auch in Zukunft fair und sicher bleiben.
