Weil Fans im DFB-Pokalfinale in Berlin massenhaft Pyrotechnik gezündet haben, muss jeder der beiden Vereine 260.000 Euro Strafe zahlen.
Das DFB-Pokalfinale fand Ende Mai in Berlin statt. Der FC Bayern München spielte gegen den VfB Stuttgart, und in beiden Fanblöcken wurden ungefähr 300 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Dadurch entstand so viel Rauch, dass das Spiel in der 55. Minute für etwa drei Minuten unterbrochen werden musste. Am Ende gewann Bayern das Spiel mit 3:0, aber das Verhalten der Fans beschäftigte den DFB noch weiter.
Das DFB-Sportgericht hat den Fall nun in einem Einzelrichterverfahren entschieden. Es bestrafte beide Klubs wegen unsportlichen Verhaltens ihrer Anhänger. Jeder Verein bekam eine Strafe von 260.000 Euro. Das ist ein ziemlich deutliches Signal, dass solche Aktionen nicht in Ordnung sind. Pyrotechnik in Stadien kann für Zuschauer, Spieler und Helfer nämlich richtig gefährlich werden.
Ein Teil der Strafe darf aber für Sicherheitsmaßnahmen verwendet werden. Pro Verein können bis zu 86.700 Euro zum Beispiel für gewaltpräventive Projekte eingesetzt werden. Dafür müssen die Klubs dem DFB bis zum 31. Dezember nachweisen, was genau sie damit gemacht haben. So soll sichergestellt werden, dass solche Vorfälle in Zukunft seltener passieren.
