Die Kaufhauskette Galeria prüft, ob 33 ihrer Filialen bleiben können – davon allein sieben in Nordrhein-Westfalen.

Was ist los? Die Warenhauskette Galeria hat eine Liste mit 33 Filialen veröffentlicht, die in Schwierigkeiten sind. Bundesweit gibt es noch 83 Galeria-Häuser, über 10.000 Menschen arbeiten dort. An 33 Standorten verhandelt das Unternehmen jetzt mit den Vermietern, also den Besitzern der Gebäude, über günstigere Mieten und kleinere Verkaufsflächen. Wenn diese Gespräche nicht klappen, könnten Häuser schließen oder komplett umgebaut werden. In Nordrhein-Westfalen sind sieben Filialen betroffen, zum Beispiel in Köln, Münster und Kleve.

Wer hilft? Bei Galeria kümmern sich der Chef Tilo Hellenbock und der Finanzchef Norman Krotten um die Verhandlungen. Das Unternehmen hat sich auch frisches Geld von einer US-Firma namens Gordon Brothers geliehen, insgesamt bis zu 160 Millionen Euro. Damit soll ein Plan für die nächsten drei Jahre finanziert werden. Außerdem hat Galeria einen neuen Eigentümer, einen Zusammenschluss von Investoren, die das Unternehmen nach der Pleite des alten Mutterkonzerns Signa übernommen haben. In Berlin-Tegel gab es schon eine gute Nachricht: Die Filiale dort bleibt nach zähen Verhandlungen erhalten, ein Bezirkspolitiker hatte sich dafür eingesetzt.