Große Modemarken in der EU dürfen unverkaufte Kleidung und Schuhe nicht mehr einfach wegwerfen – das soll Müll und CO2 sparen.
Stell dir vor, du bestellst online ein T-Shirt, es passt nicht und wird zurückgeschickt. In Europa wurde ein großer Teil solcher zurückgesendeten Sachen einfach vernichtet, oft ohne jemals getragen worden zu sein. Die EU-Kommission schätzt, dass bis zu neun Prozent der unverkauften Textilien direkt im Müll landen. Das sind riesige Mengen, und dafür werden Unmengen an Wasser, Energie und Stoffen verschwendet.
Seit Kurzem gilt deshalb eine neue Regel: Große Firmen dürfen unverkaufte Mode nicht mehr einfach zerstören. Sie müssen die Sachen stattdessen weiterverkaufen, spenden oder recyceln. Für kleinere Unternehmen gilt die Pflicht erst ab 2030, damit sie mehr Zeit haben, sich umzustellen.
Es gibt aber Ausnahmen: Wenn Kleidung kaputt, verschmutzt oder nicht mehr sicher ist, darf sie weiter entsorgt werden. Auch wenn keine Organisation die Spende innerhalb einer Frist annimmt, ist Vernichtung erlaubt.
