Am 14. Juli 2021 hat eine schreckliche Flut das Ahrtal verwüstet. Fünf Jahre später haben Politiker und Betroffene gemeinsam an die 184 Toten erinnert.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat eine riesige Flut das Ahrtal und andere Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen überrollt. Das Wasser kam so schnell, dass viele Menschen nicht mehr rechtzeitig fliehen konnten. 184 Menschen sind gestorben, mehr als 800 wurden verletzt. Häuser, Straßen und über 200 Brücken wurden zerstört. Der Schaden lag bei ungefähr 18 Milliarden Euro. Zum fünften Jahrestag haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz an Gedenkfeiern im Ahrtal und im Düsseldorfer Landtag teilgenommen. Sie haben den Familien der Opfer ihr Mitgefühl gezeigt und gesagt: Ihr seid nicht allein.

Nach der Flut haben unzählige Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland und darüber hinaus angepackt. Sie haben Schlamm aus Kellern geschaufelt, Häuser wieder bewohnbar gemacht, Essen verteilt und Spenden in Millionenhöhe gesammelt. Bauern sind mit Treckern in die abgeschnittenen Dörfer gefahren, um Menschen zu retten. Viele Jugendliche haben in Camps der Jugendbauhütten bei der Restaurierung von historischen Gebäuden geholfen. Der Bundespräsident hat diese enorme Hilfsbereitschaft ausdrücklich gewürdigt und das Ahrtal als "Ort der Solidarität" bezeichnet. Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich bei den Betroffenen entschuldigt, weil der Staat sie damals nicht ausreichend geschützt hat.