Fünf Jahre nach einer schlimmen Flut im Ahrtal hat sich der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, bei den Menschen entschuldigt.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat es im Ahrtal so stark geregnet, dass riesige Wassermassen durch die Täler stürzten. Dabei sind 185 Menschen gestorben, 135 davon im Ahrtal. Eine Person wird immer noch vermisst. Häuser, Schulen, Brücken und Straßen wurden zerstört. Viele Menschen haben bis heute mit den Folgen zu kämpfen, auch seelisch.

Am Dienstagabend, genau fünf Jahre später, hat Ministerpräsident Gordon Schnieder bei einer Gedenkveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesagt: „Der Staat hat in dieser Frage versagt – dafür bitte ich als Ministerpräsident um Entschuldigung.“ Das bedeutet, dass er zugegeben hat, dass die Behörden in jener Nacht Fehler gemacht haben. Zum Beispiel haben Warnsysteme nicht richtig funktioniert, und der Katastrophenalarm wurde viel zu spät ausgelöst.