Frankreich plant, zwei Insektengifte wieder zuzulassen, die in der EU eigentlich als "Bienenkiller" verboten sind.

Frankreich will die zwei Wirkstoffe Acetamiprid und Flupyradifuron wieder erlauben. Beide Stoffe stehen in dem Ruf, besonders schädlich für Bienen zu sein. Die französische Regierung bereitet dazu gerade ein Gesetz vor. In der Nationalversammlung wird darüber bald diskutiert.

Acetamiprid gehört zur Gruppe der Neonicotinoide. Das sind künstlich hergestellte Stoffe, die auf das Nervensystem von Insekten wirken. Schon kleine Mengen können Bienen verwirren und ihnen die Orientierung rauben. Flupyradifuron wirkt ähnlich. Es greift ebenfalls in die Signalübertragung im Gehirn der Insekten ein. Beide Stoffe sind deshalb in der Europäischen Union seit einiger Zeit nicht mehr erlaubt.

Es gibt aber auch Menschen, die sich gegen die Pläne aus Paris wehren. Umweltorganisationen, Imkerinnen und Imker und Umweltminister aus anderen EU-Ländern wie Österreich warnen vor den Folgen. Monique Barbut, eine bekannte Umweltschützerin, sagt, dass ohne klare Schutzregeln viele Bienenvölker weiter sterben werden. Am Ende könnte das auch die Ernten schmälern, weil dann weniger Pflanzen bestäubt werden.