Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den USA haben eine winzige Zelle komplett im Labor zusammengebaut – sie kann fressen, wachsen und sich teilen.

Ein Team um die Forscherin Kate Adamala hat eine künstliche Zelle entwickelt, die "Spudcell" – benannt, weil sie unter dem Mikroskop an eine Kartoffel erinnert. Die Zelle ist winzig: ein Wassertropfen, umhüllt von einer dünnen Fetthaut. Sie enthält die Bauanleitung für 36 Gene – eine echte menschliche Zelle hat dagegen bis zu 25.000 Gene. Die Spudcell kann trotzdem einiges: Sie liest Gene, baut Proteine, wächst und teilt sich.

Damit die Zelle das alles kann, bekommt sie im Labor regelmäßig Nährstoffe wie Aminosäuren, also Bausteine für Proteine, und Energie-Moleküle. Mit einer eingebauten molekularen "Angelrute" fängt sie diese Stoffe ein. Nach etwa zehn Teilungen ist allerdings Schluss – dann wird die Zelle müde und hört auf zu arbeiten.