Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Menschen in Deutschland finden, dass Zigaretten mehr kosten sollten. Aber Expertinnen und Experten sagen: Geld allein hilft nicht gegen Sucht.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat Menschen in Deutschland gefragt, ob Zigaretten teurer werden sollen. Die Mehrheit hat Ja gesagt. Die Idee dahinter: Wenn etwas mehr kostet, kaufen es weniger Leute – und fangen vielleicht gar nicht erst an zu rauchen.

Verena Bentele vom Sozialverband VdK Deutschland erklärt, dass höhere Preise vor allem Menschen mit wenig Geld treffen. Sie rauchen oft mehr, haben aber weniger Geld für Hilfen. Deswegen brauchen Betroffene leichten Zugang zu Programmen, die ihnen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Erik Bodendieck von der Sächsischen Landesärztekammer sagt: Nikotinsucht ist eine Krankheit. Sie muss behandelt werden, nicht nur teurer gemacht.

Du kannst dich zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informieren. Es gibt dort kostenlose Programme wie "rauchfrei", die junge Menschen beim Aufhören unterstützen. Auch Beratungsstellen vor Ort oder Hausärztinnen und Hausärzte können helfen, wenn du selbst oder jemand in deinem Umfeld aufhören möchte.