Die Bundesregierung will den Preis für eine Schachtel Zigaretten bis 2030 auf fast 12 Euro erhöhen, damit weniger junge Menschen anfangen zu rauchen.
Was ist passiert? Die Regierung aus CDU/CSU und SPD hat sich darauf geeinigt, die Tabaksteuer in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen. Im Moment kostet eine Packung mit 20 Zigaretten ungefähr 8 Euro. Wenn der Plan umgesetzt wird, sollen es im Jahr 2030 im Durchschnitt 11,78 Euro sein. Für manche Marken könnten es sogar 13 oder 14 Euro werden. Auch Vapes und E-Zigaretten sollen stärker besteuert werden, weil sie laut dem Suchtbeauftragten Hendrik Streeck im Grunde Nikotinprodukte sind, die abhängig machen.
Wer hilft? Verschiedene Politikerinnen und Politiker unterstützen die Pläne, weil sie verhindern wollen, dass junge Leute mit dem Rauchen anfangen. Streeck sagt, eine hohe Tabaksteuer soll vor allem Jugendliche vom Rauchen abhalten. Die SPD im Bundestag nennt das Vorhaben „konsequente Präventionspolitik“. Auch Ärztinnen und Ärzte wie Erik Bodendieck von der Sächsischen Landesärztekammer sagen, dass höhere Preise dazu führen können, dass weniger geraucht wird. Wichtig ist aber, dass es genug Beratungs- und Entwöhnungsangebote gibt, weil eine Sucht eine Krankheit ist und behandelt werden muss.
