Die Bundesregierung will den Preis für Zigaretten bis 2030 deutlich erhöhen, unter anderem um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten.

Die Bundesregierung plant, die Tabaksteuer deutlich zu erhöhen. Eine Packung Zigaretten kostet im Moment etwa 8 Euro. Im Jahr 2027 soll sie schon 9,10 Euro kosten, und bis 2030 soll der Preis schrittweise auf fast 11,80 Euro steigen. Das haben die Regierungsfraktionen aus CDU und SPD beschlossen.

Der Bund braucht mehr Geld, weil er große Lücken im Haushalt schließen muss. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer sollen jährlich rund 800 Millionen Euro mehr in die Bundeskasse bringen als bisher geplant.

Gleichzeitig sagen Politiker aus der Koalition, dass die Erhöhung auch der Gesundheit hilft. Eine Umfrage zeigt: 9,6 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren konsumieren Nikotin, viele davon über E-Zigaretten. Wenn Tabak teurer wird, überlegen es sich laut Studien viele junge Menschen anders, ob sie anfangen.

Außerdem gehört die Steuererhöhung zu einem größeren Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken. Damit sollen die Beiträge zur Krankenversicherung stabil bleiben und weniger Geld bei Arztpraxen, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie ausgegeben werden.

Was kannst du tun? Wenn du selbst rauchst oder E-Zigaretten nutzt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen. Es gibt kostenlose Hilfsangebote wie die Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Sprich auch mit Freundinnen oder Freunden, im Freundeskreis oder in der Familie offen über das Thema – füreinander da zu sein hilft.