Forschende der Boku Wien haben untersucht, wie Wasserkraftwerke betrieben werden können, damit Fische weniger unter den schwankenden Wassermengen leiden.

Stell dir vor, du schwimmst gemütlich in einem Fluss und plötzlich schießt eine große Welle an dir vorbei. Genau das passiert Fischen, wenn ein Wasserkraftwerk kurz viel mehr Wasser durchlässt – das nennt man „Hydropeaking". Die Forscherinnen und Forscher der Boku Wien haben in einer Versuchsanlage in Lunz am See über zehn Jahre lang getestet, wie Fische darauf reagieren. Dabei haben sie rund 120.000 Tiere aus vier verschiedenen Fischarten beobachtet.

Das Ergebnis: Vor allem kleine Fische und Fischlarven haben große Probleme mit den schnellen Änderungen. Sie können stranden oder weit flussab getrieben werden. Besonders schlecht geht es ihnen nachts und wenn zusätzlich viel kaltes Wasser ins Flussbett gelangt – das wird „Thermopeaking" genannt. Insgesamt sind in Österreich etwa 800 Kilometer Fluss von solchen Belastungen betroffen.