In Ungarn zerfällt die Partei Fidesz nach einer großen Wahlniederlage – eine Verfassungsreform der neuen Regierung setzt ihr stark zu.
Du hast vielleicht mitbekommen, dass in Ungarn im April 2025 eine neue Regierung gewählt wurde. Ministerpräsident ist jetzt Péter Magyar. Seine Partei Tisza hat im Parlament eine große Mehrheit. Am Montag hat diese Mehrheit eine Verfassungsänderung beschlossen. Eine wichtige Regel: Abgeordnete dürfen nur noch zwölf Jahre im Parlament sitzen. Das trifft die alte Regierungspartei Fidesz hart, weil dort viele Politiker schon viel länger dabei sind.
Die Fidesz verliert dadurch viele erfahrene Leute. Der Fraktionschef Gergely Gulyás ist am Montag direkt zurückgetreten, weil er selbst schon zu lange im Parlament war. Auch der frühere Außenminister Péter Szijjártó hat sein Mandat abgegeben. Er fängt jetzt bei einem chinesischen Autohersteller an. Viktor Orbán, der Chef der Fidesz, war während der Abstimmung gar nicht in Ungarn – er war in den USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft.
