Der Weltverband des Motorsports hat die Begrenzung gestrichen, wie lange ein Präsident im Amt bleiben darf – auf Wunsch des aktuellen Chefs.

Die FIA ist der internationale Verband, der zum Beispiel die Formel 1, die Rallye-Weltmeisterschaft und die Formel E organisiert. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung haben die Delegierten aus den Mitgliedsländern mit über 90 Prozent dafür gestimmt, die bisherige Grenze abzuschaffen. Vorher durfte ein Präsident höchstens zwölf Jahre im Amt bleiben, also drei Wahlperioden von jeweils vier Jahren.

Der jetzige Präsident Mohammed bin Sulayem hat den Antrag selbst gestellt. Er ist 64 Jahre alt und wurde Ende 2025 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Das bedeutet: Ohne die Begrenzung könnte er theoretisch deutlich länger an der Spitze des Verbands bleiben. Die FIA sagt, der Schritt sorge für mehr Kontinuität bei laufenden Projekten.

Die Regel mit dem Zwölf-Jahre-Limit war im Jahr 2009 vom damaligen Präsidenten Jean Todt eingeführt worden. Grund dafür war, dass sein Vorgänger Max Mosley den Verband sehr lange geführt hatte – nämlich von 1993 bis 2009. Mit der Begrenzung wollte man sicherstellen, dass regelmäßig jemand Neues an die Spitze gewählt werden kann.