Auf ihrem Parteitag hat die FDP heftig darüber diskutiert, wie sie mit der AfD umgehen soll – und der neue Generalsekretär Martin Hagen hat dabei für Aufregung gesorgt.

Stell dir vor, du bist in einer Gruppe und jemand macht einen Vorschlag, den du richtig findest – aber eine Person, mit der du sonst nichts zu tun haben willst, stimmt auch dafür. Macht das deinen Vorschlag falsch? Genau um diese Frage geht es bei der FDP gerade.

Martin Hagen, der neue Generalsekretär der FDP, findet: Nein, ein guter Antrag wird nicht schlecht, nur weil die AfD auch die Hand hebt. Er will aber trotzdem nicht mit der AfD zusammenarbeiten. „Für die FDP kommt weder die AfD noch die Linkspartei als Koalitionspartner infrage“, sagt er. Eine Koalition ist ein Bündnis mehrerer Parteien, um gemeinsam zu regieren.

Andere in der FDP sehen das anders. Marie-Agnes Strack-Zimmermann zum Beispiel nennt die ganze Diskussion eine „unsägliche Brandmauerdebatte“. Eine Brandmauer ist eigentlich eine Feuerwand, die verhindert, dass ein Brand übergreift. In der Politik meint man damit eine klare Grenze, die man nicht überschreiten will – hier gegenüber der AfD.