Auf einem großen Parteitag in Berlin haben die Freien Demokraten einen neuen Vorsitzenden gewählt – und das wurde richtig knapp.
Stell dir vor, in deiner Schulklasse oder deinem Verein wird eine neue Leitung gewählt. Alle dachten, es gibt nur einen Kandidaten. Doch kurz vor der Abstimmung sagt eine zweite Person: „Ich will auch!“ Genau das ist am Samstag bei der FDP passiert.
Wolfgang Kubicki, ein 74-jähriger Politiker, der schon sehr lange in der Partei ist, trat gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann an. Sie ist 68 Jahre alt und arbeitet im Europäischen Parlament. Kubicki gewann mit 390 Stimmen, Strack-Zimmermann bekam 259. Das sind Zahlen, die zeigen: Es war eine echte Kampfabstimmung, also eine Wahl mit zwei starken Gegnern.
Warum ist das für dich wichtig? Auch wenn du noch nicht wählen darfst: In Parteien werden die Leute bestimmt, die später vielleicht Minister werden oder Gesetze machen. Wenn eine Partei ihren Chef wechselt, kann sich ihre Richtung ändern – zum Beispiel bei Themen wie Klima, Bildung oder Digitales. Die FDP steht gerade unter Druck, weil sie bei Wahlen schlecht abgeschnitten hat. Kubicki hat jetzt ein Jahr Zeit, das zu ändern.
