Stefan Dräger, Chef des Lübecker Familienunternehmens Drägerwerk, hat im Interview gesagt, dass schnelle politische Kurswechsel schlecht für Unternehmen sind – und eine Sache ausdrücklich gelobt.
Stefan Dräger leitet das Lübecker Unternehmen Drägerwerk in sechster Generation. Das bedeutet: Schon seine Ur-Ur-Ur-Großeltern haben die Firma aufgebaut, und er führt sie heute weiter. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa hat er erklärt, dass sich Unternehmen gut an neue Situationen anpassen können – wenn sie genug Zeit bekommen. „Wir Unternehmer können uns ja anpassen und verändern“, sagte er. „Nur plötzliche Veränderungen sind halt schlecht.“
Was genau meint er damit? Wenn die Regierung eine wichtige Entscheidung trifft und sie kurz darauf wieder zurücknimmt, wissen Unternehmen nicht mehr, woran sie sind. Dräger nennt das „Rein in die Kartoffeln und raus aus den Kartoffeln“. Als Beispiel nennt er das Hin und Her um den Ausstieg aus Autos mit Verbrennungsmotor. Dadurch habe Deutschland in Brüssel, dem politischen Zentrum der EU, an Vertrauen verloren – und die Autoindustrie gleich mit.
