Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat eine Bemerkung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) deutlich kritisiert.

Beim DGB-Bundeskongress im Mai hat Kanzler Friedrich Merz eine Rede gehalten. Das war die erste Rede eines CDU-Kanzlers vor dem DGB seit acht Jahren. Er hat dort über die Rente gesprochen und gesagt: Zwei arbeitende Menschen werden in Zukunft nicht mehr reichen, um eine Person im Ruhestand zu finanzieren. Das war eine ehrliche, aber für viele Zuhörer unbequeme Aussage. Einige Delegierte haben daraufhin gepfiffen und buhu gerufen – ein Zeichen, dass sie mit dem, was sie gehört haben, nicht einverstanden waren.

Yasmin Fahimi findet diese Pfiffe und Buhrufe verständlich. Sie ist die Vorsitzende des DGB und vertritt die Interessen von Gewerkschaften und Arbeitnehmern. In einem Podcast hat sie gesagt, die Bemerkung von Merz sei „ehrlich gesagt auch ein ganz schön frecher Ausspruch". Damit meint sie: Wer den Leuten so direkt sagt, dass sie in Zukunft weniger haben werden, darf sich über Protest nicht wundern.