Am Mittwoch startete in Wien ein Prozess gegen den früheren FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, weil er Geld seiner eigenen Partei für sich behalten haben soll.

Stell dir vor, dein Verein schließt eine teure Versicherung für den Chef ab. Das Geld dafür zahlen alle Mitglieder. Jahre später ändert der Chef heimlich die Regeln, sodass das ganze Geld am Ende an ihn persönlich fließen soll – ohne die anderen zu fragen. Genau das wirft die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor. Es geht um fast eine Million Euro, die in eine Lebensversicherung eingezahlt wurden. Strache bestreitet die Vorwürfe und sagt, alles sei korrekt abgelaufen.

Jetzt soll das Gericht klären, was wirklich passiert ist. Ein Richter, zwei Schöffen und eine Staatsanwältin hören sich dafür alle Beweise und Zeugen an. Die FPÖ selbst ist als Geschädigte Teil des Verfahrens und will ihr Geld zurück. Sechs Verhandlungstage sind bis Anfang Juli geplant. Das zeigt, dass der Rechtsstaat funktioniert: Wenn der Verdacht auf ein Verbrechen besteht, wird nicht einfach spekuliert, sondern in einem fairen Prozess nach der Wahrheit gesucht.