Die EU-Kommission plant, ihren Emissionshandel auf bestimmte Flüge außerhalb Europas auszudehnen, um Flugreisen klimafreundlicher zu machen.

Was ist passiert? Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt: Künftig sollen nicht nur Flüge innerhalb Europas, sondern auch viele Flüge in Ziele innerhalb eines Kreises von 5.000 Kilometern um Brüssel vom Emissionshandel erfasst werden. Das betrifft vor allem große Drehkreuze wie Istanbul, Dubai oder Doha. Außerdem sollen alle startenden und landenden Privatjets mit einbezogen werden. Airlines müssen dann für jede Tonne CO2, die sie ausstoßen, eine Art Umweltzertifikat kaufen. Dadurch wird Fliegen mit längeren Strecken teurer – und es soll ein Anreiz entstehen, klimaschonender zu fliegen.

Wer hilft? Die Lufthansa Group findet den Vorschlag gut, weil damit gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen europäischen und nicht-europäischen Airlines geschaffen würden. Die Umweltorganisation T&E setzt sich dafür ein, dass der Geltungsbereich später erweitert wird, damit irgendwann alle Flüge erfasst werden. Die EU-Kommission will den Plan mit dem Europaparlament und den Mitgliedstaaten verhandeln. Bis Juli 2032 soll überprüft werden, ob das bisherige internationale Klimasystem für die Luftfahrt ausreicht.