Die EU will ihre Regeln für den CO2-Ausstoß von Industrie und Kraftwerken ändern – und dabei mehr Geld in klimafreundliche Technik stecken.

Stell dir vor, jede Firma, die CO2 ausstößt, braucht eine Art Erlaubnis dafür – ein Zertifikat. Diese Zertifikate werden an Börsen gehandelt. Stoßt eine Firma weniger CO2 aus, als sie darf, kann sie übrige Zertifikate verkaufen. Große Verschmutzer müssen zusätzliche kaufen. Seit 2005 läuft dieses System in der EU, und es heißt Emissionshandel oder kurz ETS. Aktuell kostet eine Tonne CO2 ungefähr 80 Euro.

Die EU-Kommission hat jetzt einen neuen Vorschlag gemacht: Das System soll länger laufen als geplant, nämlich bis in die 2040er-Jahre hinein. Außerdem sollen energieintensive Branchen wie Stahl und Chemie ihre Gratis-Zertifikate nicht schon 2034 verlieren, sondern erst 2037. Im Gegenzug müssen die Firmen aber verbindlich in klimafreundliche Technik investieren, wenn sie Geld vom Staat wollen.