Die EU-Kommission schlägt vor, dass Unternehmen, die gegen Methan-Regeln verstoßen, bis 2029 keine Strafen bekommen sollen.
Die EU hat seit 2024 Regeln, die Methan-Emissionen aus dem Energiesektor senken sollen. Methan ist ein Gas, das beim Klimawandel und bei Luftverschmutzung eine Rolle spielt. Es entsteht zum Beispiel in der Landwirtschaft, auf Mülldeponien und in der Öl- und Gasindustrie. Nun sagt die EU-Kommission: Auch wenn die Regeln weiter gelten, soll es von 2027 bis 2029 keine Strafen geben, wenn Firmen sich nicht daran halten.
Die Kommission nennt als Grund die Lage im Nahen Osten. Etwa 20 Prozent des weltweiten Handels mit Flüssigerdgas (LNG) und etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs seien davon betroffen. Außerdem habe es Druck von der US-Gaslobby gegeben, also von Unternehmen aus den USA, die Gas nach Europa verkaufen wollen. Die Kommission sagt aber, dass die EU-Gesetze selbst nicht aufgeweicht werden.
