Die EU hat zugestimmt, dass Wein, der nicht verkauft wird, zu Alkohol für Desinfektionsmittel oder Energie verarbeitet werden darf.
Weil immer weniger Menschen Wein trinken, sitzen viele Winzerinnen und Winzer in Deutschland auf vollen Lagern. Besonders Rot- und Roséwein aus Rheinhessen und Württemberg wird gerade kaum gekauft. Deshalb hat die EU jetzt erlaubt, etwa 24 Millionen Liter davon nicht als Getränk zu verkaufen, sondern zu hochprozentigem Alkohol zu brennen.
Das Geld dafür kommt aus einem EU-Topf für Landwirtschaft, rund 14 Millionen Euro. Pro Liter Wein bekommen die Betriebe 59 Cent, davon werden 16 Cent für den Transport und das Brennen abgezogen. Der Alkohol darf aber wirklich nur für Desinfektionsmittel oder als Energie verwendet werden – auf keinen Fall wieder in Getränken oder Lebensmitteln. Das soll verhindern, dass der Markt für normale Weine noch mehr durcheinanderkommt.
