In der EU wird gerade darüber geredet, ob ukrainische Männer zwischen 23 und 60 Jahren ihren besonderen Schutzstatus in Europa behalten sollen.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 können Ukrainer in der EU einen besonderen Schutz bekommen. Das bedeutet: Sie dürfen in einem EU-Land leben und arbeiten, ohne ein langes Asylverfahren. Dieser Schutz gilt gerade für über 4,3 Millionen Menschen, die meisten davon in Polen. Er ist aber befristet – aktuell bis Anfang März 2027.
Jetzt streiten die EU-Innenminister darüber, ob Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren diesen Schutz vielleicht nicht mehr bekommen sollen. Der Grund: Die Ukraine braucht Soldaten, und viele junge Männer sind in Europa. Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt findet den Vorschlag gut.
Es gibt aber auch andere Stimmen. Österreich will den Schutz für wehrfähige Männer stark einschränken. Estland ist skeptisch und will lieber mit der Ukraine reden. Die EU-Kommission will sich vor allem mit den Ländern unterhalten, in denen die meisten Ukrainer leben: Polen, Tschechien, Deutschland, Österreich und die baltischen Staaten. Außerdem soll auch mit der Ukraine selbst gesprochen werden.
